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Endoskopische Operation

Studienlage★ ★ ★ ★ ★ 5.0  

Die endoskopische Operation (Endoskopische Retinakulumspaltung) ist eine effektive und langfristige Therapieoption bei Karpaltunnelsyndrom. Sie wird vor allem dann eingesetzt, wenn konservative Therapien nicht die gewĂŒnschte Beschwerdelinderung erzielt haben. In dem meist ambulant durchgefĂŒhrten Eingriff wird das Karpalband (Retinakulum) durchtrennt, wodurch der Mittelnerv (Nervus medianus) entlastet wird. Dies fĂŒhrt in den meisten FĂ€llen zu einer betrĂ€chtlichen Verbesserung der Beschwerden. Über einen kleinen Schnitt an der Handgelenksinnenseite und ggf. ĂŒber einen zweiten Schnitt an der HandflĂ€che werden Kamerasonde (Endoskop) und Werkzeug unter der Haut zum Karpalband gefĂŒhrt. Um beste Sicht zu gewĂ€hrleisten, wird in “Blutleere” operiert, d. h. der Blutfluss im zu operierenden Areal wird wĂ€hrend des kurzen Eingriffs mittels einer Blutsperre (Ă€hnlich einer Blutdruckmanschette) unterbunden. Die OP wird meist in einer sog. Plexus-AnĂ€sthesie (Spritze im Bereich der Achsel wodurch der ganze Arm vorĂŒbergehen gelĂ€hmt und taub ist) oder auf Wunsch auch im DĂ€mmerschlaf durchgefĂŒhrt. Bis zur vollen Regenerierung des Mittelnervs und damit zur Beschwerdelinderung kann es mehrere Wochen dauern. Zusatzeingriffe sind bei dieser “SchlĂŒsselloch-Technik” (im Gegensatz zur offenen Retinakulumspaltung) nicht möglich, da das Sichtfeld eingeschrĂ€nkt ist.  


Quellen:

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